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Initiative “MeinWaldKlima” gestartet

Unser Wald ist in Not und braucht uns – mehr denn je. Wir alle lieben die Wälder und wissen, dass sie unter der Klimakrise leiden. Umso erschreckender ist es mit anzusehen, dass die Klimakrise mitten im Herzen der Wälder angekommen ist und Millionen Bäume in Folge von Dürren, Hitzewellen, Stürmen und Schädlingsbefall in den letzten Jahren abgestorben sind. Nun wird klar, dass die Forstleute die allgegenwärtige Klimakrise nicht einfach „wegpflanzen“ können, da sich die natürlichen Lebensbedingungen der heimischen Baumarten in den letzten Jahrzehnten und ganz besonders in den Hitzesommern 2018 bis 2020 zu stark und zu schnell verändert haben. Unsere Wälder sind deshalb auf die dringende Mithilfe und Unterstützung der gesamten Gesellschaft angewiesen.

Da engagierter Klimaschutz der wirkungsvollste Waldschutz ist, können wir alle unserem Wald helfen! Zu diesem Zweck haben die Landesforsten Rheinland-Pfalz Ende Oktober die Initiative „MeinWaldKlima“ ins Leben gerufen.

Quelle: www.meinwaldklima.de

Zweck der Kampagne ist es, die breite Bevölkerung mit Social-Media –Aktionen, Plakaten, einem Aktionsheft und einer Themenwebsite für den Schutz des Klimas und damit für den Schutz der Wälder zu gewinnen. Und klimafreundliches Handeln wird mit Preisen belohnt! Allen Klimaaktivist*innen winken wertvolle, klimafreundliche Preise aus den Bereichen Energie, Mobilität und Konsum, wie ein E-Bike, der Jahresbedarf an Ökostrom für zwei Haushalte oder ein Wochenende in einem @Landal Natur-Ferienpark mit Übernachtung.

Nach dem Motto „Du brauchst den Wald und der Wald braucht dich“ sind alle eingeladen, ihr Herz für den Wald zu zeigen und sich damit aktiv für die Zukunft des Waldes einzusetzen.

Alle Infos findet ihr unter http://www.meinwaldklima.de. Hier werden dazu Mitmach-Aktionen zum Klimaschutz angeboten und jede*r kann ein persönliches Klimaversprechen abgeben und ein Aktionsheft für seine / ihre eigene Klimaschutz-Challenge bestellen.

Klimaschutz ist der beste Waldschutz – werde Waldklimaaktivist*in!

Baum des Jahres 2021 – Die Europäische Stechpalme

And the winner is… In diesem Jahr geht der Titel des Baum des Jahres an die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolim)!

Für viele ist der immergrüne Laubbaum wohl eher unter seinem botanischen Gattungsnamen Ilex bekannt. Durch ihr Äußeres mag die Stechpalme exotisch wirken, sie ist jedoch Europäerin durch und durch. Heute ist sie überall dort verbreitet, wo es dank nah gelegener Meeresflächen milde Winter ohne Spät- und Frühfröste und nicht allzu trockene Sommer gibt. So ist die Stechplame dank des klimatischen Einflusses des Atlantiks auf Westeuropa, von der Südwestküste Norwegens bis zur Iberischen Halbinsel verbreitet. Zudem fühlt sie sich auch an den mediterran geprägten Berghängen der Alpen, des Apennin und des westlichen Balkans wohl. Hier aber in den höheren Lagen, wo es nicht zu trocken und nicht zu heiß ist.

In Europa wuchs sie schon vor über zwei Millionen Jahren, doch war das Klima auf dem Kontinent zu dieser Zeit deutlich wärmer als heute. Aber trotz des kühleren Klimas ist die Stechpalme Europa treu geblieben. So kann man sagen, dass sie weniger eine Exotin ist, sondern ein bemerkenswertes Relikt aus einem vergangenen Erdzeitalter.

In Deutschland zieht sich die Ostgrenze ihrer natürlichen Verbreitung von der Odermündung etwa diagonal bis ins Saarland. Südlich dieser Linie kommt sie noch in separierten Wuchsgebieten im Pfälzerwald, im Schwarzwald und am Nordrand der Alpen vor. Oft benötigt sie den klimatischen Schutz höherer Bäume, wodurch man sie in Deutschland nur selten und vereinzelt auf Heiden und anderen baumfreien Flächen findet.

Ihren Titel zum Baum des Jahres erlangte sie laut Stefan Meier, dem Präsidenten der Baum des Jahres Stiftung, da „die Stechpalme ein Paradebeispiel für gelebten Artenschutz ist, dank dem sich die Bestände in den letzten hundert Jahren in Deutschland deutlich erholt haben“. Denn Forstleute, Naturschützer und Politik haben in den 1920er-Jahren auf den drastischen Rückgang der Stechpalme reagiert. Zuvor war die Baumart als Feiertagsdekoration so beliebt, dass sie in massenhaft aus den Wäldern transportiert wurde. Doch seit rund hundert Jahren hat wildwachsender Ilex als Dekoration zur Weihnachtszeit ausgedient und steht in Deutschland unter besonderem Schutz, sodass sich die Bestände erholen konnten.

Und vielleicht ist die Stechpalme sogar eine Gewinnerin des Klimawandels, denn aufgrund klimatischer Veränderungen hat sie es geschafft, sich neue Lebensräume in Skandinavien und Polen zu erschließen. Als Teil der heimischen Flora bildet sie einen bedeutenden Baustein der Biodiversität unserer Wälder, ist als immergrüne Art ein ausgezeichneter Brutplatz und darüber hinaus eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Insekten.

Bucheckern – Die vergessenen Alleskönner

Beim Spaziergang durch den Wald, knackt es zurzeit ganz schön! Der Boden ist übersäht mit kleinen, harten Früchten. Jetzt im Herbst prasseln die reifen Eicheln, Kastanien und Bucheckern massenweise aus den Kronen der Bäume zu Boden. Denn mit dem Herbst kommt auch die Erntezeit im Wald.

Doch wie kann man die Früchte des Waldes eigentlich nutzen?

Was viele vielleicht gar nicht wissen: Bucheckern sind vielfältig in der Küche einsetzbar und sind zudem im Vergleich zu Eicheln und Kastanien die vielleicht leckersten Früchte des Waldes! Als energiereiches Nahrungsmittel für den Menschen sind die Eckern nahezu in Vergessenheit geraten, dabei haben diese ein intensives, nussiges Aroma, eignen sich für viele verschiedene Rezepte und sind vielfältig in der Küche einsetzbar.

Ganze Bucheckern schmecken frisch geröstet besonders gut – als Snack zwischendurch oder als Zutat für den frischen Herbstsalat. Zu Mehl verschrotet, lassen sich daraus hervorragend Kuchen, Brot oder auch Kekse backen.

Von einem ertragsreichen Buchenjahr profitieren ansonsten vor allem Wildschweine, Eichhörnchen und Vögel, die sich die nahrhaften Früchte schmecken lassen. Und die kleinen Eckern haben es tatsächlich in sich: sie enthalten rund 40 Prozent Fett und sind außerdem reich an Mineralstoffen, Zink und Eisen.
Aber Vorsicht: Rohe Bucheckern enthalten den Giftstoff Fagin, der zu Magenbeschwerden und Vergiftungserscheinungen führen kann. Fagin kann jedoch leicht durch Hitze neutralisiert werden, da er nicht hitzebeständig ist. Es ist daher wichtig, die Nüsschen immer vor dem Verzehr zu erhitzen!

Falls ihr Hunger bekommen habt,  kommen auch direkt ein paar Rezept Ideen aus dem Internet:

Deutsche Waldtage 2020 – Zeig dein Grünes Herz

Vom 18.-20. September 2020 veranstaltete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt vom Deutschen Forstwirtschaftsrat e. V. (DFWR) nach 2016 und 2018 die dritten „Deutschen Waldtage“. Zu einem wichtigen Thema zählt in diesem Jahr der „Wald im Klimastress“. Denn viele Faktoren wie Stürme, Waldbrände, extreme Dürre- und Hitzeperioden und der massive Borkenkäferbefall haben in den letzten Jahren zu dramatischen Waldschäden geführt. Wir müssen alles dafür tun, um die Fähigkeit unserer Wälder für den Klimaschutz, die Artenvielfalt und als Ort der Erholung zu erhalten. Zwar haben Bund und Länder viele Projekte und Maßnahmen auf den Weg gebracht, doch die Verantwortung für einen stabilen Wald der Zukunft liegt bei uns allen.

Logo Deutsche Waldtage Quelle: www.deutsche-waldtage.de

 

Um unsere Wälder für künftige Generationen zu erhalten, sind neben Politik und Forstwirtschaft auch wir alle gefordert. Das Motto der „Deutschen Waldtage 2020“ lautet daher „Gemeinsam! Für den Wald“, unter dem Forstleute, Vereine, Organisationen und Waldbesitzer gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren bundesweit Bürgerinnen und Bürger zu über 600 Veranstaltungen in die Wälder eingeladen haben. Mit Mittelpunkt standen hier Informationen rund um den Wald und insbesondere der Dialog über den „Wald im Klimastress“ und die Maßnahmen zum Schutz der Wälder. Aktuell stehen Forstleute und Waldbesitzende vor der Jahrhundertaufgabe, den Wald vor den Folgen des Klimawandels zu schützen und für die Zukunft zu stärken. Dabei sind sie auf die Solidarität und Unterstützung aller angewiesen, denen der Wald am Herzen liegt.

Und so wurde passenderweise das „Grüne Herz“ als Symbol der Deutschen Waldtage 2020 eingeführt. Mit dem grünen Herzen ist es möglich, Sympathie für den Wald und Solidarität mit den Menschen, die für den Erhalt des Waldes arbeiten, zu zeigen. Das „Grüne Herz“ ist dabei nicht auf die Deutschen Waldtage beschränkt, sondern soll auch darüber hinaus in ganz Deutschland sichtbar sein und so eine breite Unterstützung für die Wälder und die nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland dokumentieren.

Kampagne „Gemeinsam! Für den Wald“ Quelle: www.deutsche-waldtage.de

Bei der Mitmachaktion „Grünes Herz“ sind alle dazu aufgerufen, ihr Grünes Herz für den Wald zu zeigen. Mitmachen geht ganz einfach: Einfach ein Foto oder Video mit einem Grünen Herzen aufnehmen, gerne ein persönliches Statement über den Wald hinzufügen und an das Organisationsbüro der Waldtage einsenden. Eine genaue Anleitung inklusive „Grünes Herz“ Vorlagen gibt’s unter: https://gruenesherz.deutsche-waldtage.de/aktion.php.

Die Bilder und Videos werden anschließend auf der Homepage der Deutschen Waldtage veröffentlicht und in den Social-Media-Profilen vorgestellt. Weitere Informationen zu dieser Mitmachaktion gibt es unter https://gruenesherz.deutsche-waldtage.de.

 

Ursachen für Waldbrände in Deutschland

Die warmen Monate machen unseren Wäldern ganz schön zu schaffen, denn die anhaltende Trockenheit lässt die Waldbrandgefahr in Deutschland rapide steigen. Noch am 05. August waren große Gebiete in Brandenburg, sowie Gebiete rund um Odenwald, Spessart und die Lüneburger Heide besonders betroffen. Innerhalb von 5 sehr heißen und trockenen Tagen verschäfte sich die Lage in ganz Deutschland dramatisch. Anschaulich dargestellt wird dies auf den Karten des Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes.

 

Waldbrandgefahrenindex vom 10.08.2020 (Quelle: Deutscher Wetter Dienst)
Waldbrandgefahrenindex vom 05.08.2020 (Quelle: Deutscher Wetter Dienst)

 

Glücklicherweise sind in diesem Jahr  große Waldbrände in Deutschland bisher ausgeblieben. Für die Entstehung von Waldbränden gibt es verschiedene Ursachen, doch die einzig natürliche Ursache in Deutschland ist der Blitzschlag ist. So liegt es auf der Hand, dass das menschliche Verhalten großen Einfluss auf die Entstehung der Brände hat. Allein im Jahr 2018 gab es bei uns knapp 1.700 Waldbrände auf einer Fläche von 2.349 Hektar – die größte Fläche seit 26 Jahren. Blitzeinschläge sind jedoch nur für einen kleinen Teil der Brände verantwortlich, nur 5% der Waldbrände im Jahr 2018 wurden durch natürliche Ursachen ausgelöst (Quelle: Umweltbundesamt).

Bei den Feuern, bei denen eine Ursache bestimmt werden kann, sind im Wesentlichen zwei Faktoren von besonderer Bedeutung: Zum einen Brandstiftung und Fahrlässigkeit und zum anderen das Klima,- und Witterungsgeschehen.

Waldbrandursachen 2018 (Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung)

 

Da unser menschliches Handeln somit ausschlaggebend für das Auftreten von Waldbränden ist, sollten wir alle, besonders in Zeiten von Trockenheit, die bekannten Regeln beachten: keine Feuer im Wald oder in der Nähe von Wäldern entzünden, keine glühenden Zigarettenkippen oder Streichhölzer achtlos wegwerfen und Fahrzeuge nicht auf trockenem Untergrund parken. Denn heiße Katalysatoren und Auspuffanlagen von Autos und Motorrädern können eine Wiese oder das Unterholz entzünden. Auch Glasflaschen und -scherben können die Sonnenstrahlen wie Brenngläser bündeln und so trockenes Gras oder Laub entzünden.

Ursprünglich bestehen die natürlichen Waldökosysteme in Mitteleuropa überwiegend aus einer bunten Mischung aus Buchen, Eichen, Fichten und anderen Bäume. Da der Waldboden in diesen artenreichen Laubmischwäldern schattiger und somit deutlich kühler ist, leiden diese seltener unter Feuer oder Dürre. Zudem können die Blätter der Laubbäume in der Regel größere Mengen Wasser speichern. Die durch den Menschen angepflanzte Kiefern-, und Fichtenplantagen kommen ursprünglich aus Nordeuropa und sind an ein kühles, feuchtes Klima angepasst. Die Nadeln dieser Bäume enthalten ätherische Öle, die bei Trockenheit leicht entflammbar sind.

Unsere Wälder im Stress

Eines der Ziele unseres Projektes Baumgeben ist die Durchmischungen von überwiegend durch Monokultur geprägten Waldregionen. Durch unsere regelmäßigen Baumpflanzungen wandeln wir diese in gesunde, stressresistentere Mischwäldern aus Nadel- und Laubbäumen um.

Wie wichtig diese Maßnahmen sind, zeigt sich nochmals deutlich in den zwei vergangenen trockenen Jahren und dem geringen Niederschlag im Frühjahr 2020: Unsere Wälder müssen zurzeit mit großem Trockenstress umgehen. Mit mehr naturnahen Mischwäldern geben wie den Wäldern sozusagen die Chance zur Selbsthilfe.

Doch nicht nur der ausbleibende Regen, sondern auch Stürme, überdurchschnittlich viele Waldbrände und ein intensiver Borkenkäferbefall, haben den Wäldern in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren immens zugesetzt.

Ende Februar 2020 hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aktualisierte Daten zu den Waldschäden seit 2018 sowie die für 2020 zu erwartenden Schäden veröffentlicht. Und die Zahlen sind erschreckend: Demnach gehen die Fachleute von einem Schadholzbefall von 160 Millionen Kubikmeter und einer Fläche von 245.000 Hektar aus, die wiederbewaldet werden müssen.

Im Hinblick auf diese Entwicklungen kommt es jetzt im Wesentlichen darauf an, die Wälder insgesamt langfristig auf den Klimawandel auszurichten.

Sowohl bei der Wiederbewaldung der Schadflächen, als auch beim nachhaltigen Waldumbau hin zu stabilen und anpassungsfähigen Wäldern ist es wichtig, auf eine naturnahe, der jeweiligen Region angepasste Bepflanzung zu achten. Gemeinsam mit Landal Green Parks und in Kooperation mit den Landesforsten Rheinland-Pfalz, setzt Baumgeben diese Maßnahmen um und trägt somit zum Erhalt unserer Wälder bei!

Frühjahr 2020 – Baumpflanzungen in Krisenzeiten

Endlich war es wieder soweit! Wir freuen uns, von den nächsten Baumpflanzungen berichten zu können,  die in den letzten Monaten im Rahmen unseres Projektes in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Saarburg stattfanden. So konnten insgesamt 7.500 neue Bäume gepflanzt werden!

Aktuell dominiert die Corona-Krise unseren Alltag, sodass die Öffentlichkeit kaum etwas anderes mehr wahrnimmt. Dies führt dazu, dass die globale Klimakrise und ihre unübersehbaren Folgen leider in den Hintergrund treten. Doch gerade die Trockenheit und Dürre der vergangenen Wochen geben uns einen Ausblick darauf, wie sich die Folgen der weltweiten Klimaerwärmung weiter verstärken werden. Die Klimaextreme mit Starkregen, Stürmen und Trockenheit haben in den vergangenen Jahre unübersehbare Folgen hinterlassen.

 

Besonders deutlich wird dies in den Wäldern der Mittelgebirgslagen in Rheinland-Pfalz, die in den Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Saarburg fallen. Um diese Wälder nachhaltig zu sichern und zu stabilisieren, lösen die MitarbeiterInnen des Forstamtes Saarburg mit ihrer Arbeit die bisher überwiegend durch Monokultur geprägte Waldregion, durch einen Mischwald aus Nadel- und Laubbäumen ab. Nur so kann die Artenvielfalt erhöht und die vielfältigen Funktionen der Wälder für die Gesellschaft gesichert werden. Schon seit vielen Jahren werden hier heimische Laubbäume in den Schatten der zum Teil bereits 30-40 m hohen Nadelbäume gepflanzt. Nun wachsen neben Weißtannen, Lärchen, Douglasien, Moorbirken und Bergahorn auch kleine Erlen in den bunt gemischten Wäldern. Denn die Mischung macht`s!

Die Vorteile der Baumpflanzungen sind vielfältig: Neben Erhöhung der Biodiversität des Ökosystems Wald, kann hierdurch auch gewährleistet werden, dass die kargen Böden des Hunsrücks auf lange Sicht mit Wald bedeckt sind und die wichtigen Funktionen der Wälder gesichert werden. Diese reichen vom Erosionsschutz der Waldböden, über die Funktion der Wasserspeicherung und -filterung, bis zur Erhaltung des Lebensraumes für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten.

Earth Day 2020

Heute ist der Tag der Erde!

In diesem besonderen Jahr feiert der Earth Day unter dem Motto „StadtNatur – vernetzt, klimaaktiv, lebenswert – lasst die Städte blühen!“ sein 50. Jubiläum.

Auch wenn die geplanten Veranstaltungen erstmal auf den September 2020 verschoben sind, können wir alle dennoch jetzt schon etwas tun, denn die Welt steht zwar still – dreht sich aber dennoch weiter. 

Pflanzt Blumen in euren Gärten, lasst die (Stadt)Natur erblühen oder spendet an eine Naturschutzorganisation eurer Wahl!

Eine dicht bebaute Stadt ist ein Stück der Natur, denn auch besiedelte und versiegelte Flächen sind in das komplexe Ökosystem eingebettet. Stadtnatur ist besonders wertvoll, denn Grünanlagen können die Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung ausgleichen und erheblich senken. Auch für die urbane Tier- und Pflanzenwelt sind städtische Grünräume wichtig.

Seit einigen Jahren wird das Urban Gardening, das Gärtnern in der Stadt, immer beliebter. Hier kann jeder seine Ideen selbst verwirklichen und sich somit aktiv für den Klimaschutz einbringen!

Tag des Waldes

Zum diesjährigen Tag des Waldes am 21. März startet die weltgrößte Waldschutzorganisation PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification) eine ganz besondere Aktion. Unter dem Motto „Wir pflanzen für das Klima“ sind sowohl im März/April sowie im Oktober/November in acht Waldhauptstädte in sechs Bundesländern gemeinschaftliche, überregionale Baumpflanzaktionen mit Bürgerbeteiligung geplant.*

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort werden Zeichen für den Erhalt unserer Wälder und eine nachhaltige Holznutzung gesetzt.Aber sind eigentlich Waldhauptstädte? Der Titel „PEFC-Waldhauptstadt“ wird von der Waldschutzorganisation PEFC Deutschland e.V. an Städte und Gemeinden verliehen, die sich in besonderer Form für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung engagieren und ihre kommunalen Wälder schon seit vielen Jahren nach den strengen ökologischen, ökonomischen und sozialen PEFC-Standards. Hierzu zählt unter anderem der Aufbau von Wäldern mit einer Mischung unterschiedlicher Baumarten, um die Widerstandsfähigkeit der Wälder zu erhöhen, sowie eine Förderung der Biodiversität durch naturnahe Bewirtschaftungsmethoden.

Zudem setzen sich die Städte in besonderem Maße dafür ein, ihren Bürgerinnen und Bürgern die Bedeutung der eigenen Wälder und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung näherzubringen.

„Trockenheit, Stürme und in der Folge Schädlinge wie der Borkenkäfer haben den Wäldern in vielen Regionen in den letzten beiden Jahren stark zugesetzt. Die Schäden sind auch für die Waldbesucher deutlich sichtbar und viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich: Wie können wir dem Wald jetzt helfen? Mit den Baumpflanzaktionen wollen wir und die anderen PEFC-Waldhauptstädte in Deutschland ein Zeichen der Hoffnung setzen und ein starkes Signal für einen nachhaltigen Umgang mit unseren wertvollen Waldressourcen aussenden“, erklärt Dr. Thomas Schöne, Bürgermeister von Warstein, der PEFC-Waldhauptstadt 2020. (Quelle: https://tag-des-waldes.de).

Laut PEFC geht es bei den konzertierten Baumpflanzaktionen nicht darum, einen neuen Baumpflanzrekord aufzustellen, sondern soll unter anderem dazu dienen, dass Bürgerinnen und Bürger vor ihrer Haustür Bäume pflanzen und so zur Erhaltung des heimischen Waldes beitragen.

 

*In Anbetracht der aktuellen Situation kann es zu einer Verschiebung der geplanten Termine kommen. Der Wald bleibt aber dennoch für alle geöffnet 🙂

Risikofaktoren für Sturmschäden im Wald

Gerade im Winter sind orkanartige Stürme nichts Ungewöhnliches und bringen entsprechende Sturmschäden in den Wäldern mit sich. Spannend ist es, mal einen Blick darauf zu werfen, welche Faktoren die Wahrscheinlichkeit für Sturmschäden beeinflussen und wie wir diesen teilweise mit Maßnahmen entgegenwirken können.

Zunächst stellt die Baumhöhe einen wichtigen Faktor für Sturmschäden im Wald dar, denn mit der Höhe der Bäume steigt auch die Hebelkraft zwischen Krone und Boden. Deshalb werden Sturmschäden mit zunehmender Baumhöhe wahrscheinlicher, insbesondere wenn einzelne Bäume die umliegenden Bäume deutlich überragen.

Auch die Dicke der Bäume hat einen Einfluss auf das Risiko von Sturmschäden, wobei ersichtlich ist, dass Bäume mit einem größeren Umfang stabiler sind als dünne, da diese bei Sturm schnell brechen können.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Baumart mit ihren jeweiligen Besonderheiten. Fichten sind besonders anfällig für Windwurf, denn sie besitzen recht flache, tellerartige Wurzeln, die unter extremen Windbedingungen keinen stabilen Halt bieten. Großflächige Fichtenwälder sind speziell bedroht, wenn sie in Monokulturen angepflanzt sind. Dies ist einer der Gründe, warum der Fichtenbestand in Deutschland seit einigen Jahren deutlich zurückgeht. Daneben sind Eichen durch ihre tiefen Pfahlwurzeln tiefer und stabiler im Boden verankert und können so starken Winden besser trotzen.

Die bodenkundlichen Verhältnisse (Bodenchemie, Bodenphysik), welche die Durchwurzelung des Bodens prägen, spielen somit auch eine Rolle für die Widerstandsfähigkeit der Bäume. Denn das baumartenspezifische Durchwurzelungsvermögen wird durch die Bodeneigenschaften geprägt. In den Wintermonaten haben Laubbäume zudem den Vorteil, dass ihre Kronen dem Wind weniger Angriffsfläche bieten als immergrüne Nadelbäume.