Dank der Bundeswaldinventuren, welche alle 10 Jahre stattfinden und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft koordiniert werden, liegen uns verlässliche Zahlen für die deutschen Wälder vor. In Deutschland gibt es 11,4 Millionen Hektar Wald, das heißt: ein Drittel der Landesfläche ist mit Wald bedeckt. Damit zählt Deutschland zu den waldreichsten Ländern Europas.

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Abb. 1: Der deutsche Wald in Zahlen (Quelle: BMEL)

Rund 80 Millionen Menschen leben auf 35,7 Millionen Hektar. Die Nutzungsansprüche die Flächen sind verschieden: mehr als die Hälfte (52 %) entfallen auf die Landwirtschaft, gefolgt vom Wald bzw. der Forstwirtschaft mit 32 %. 13 % der Landfläche werden für Siedlung und Verkehr genutzt. Es liegt auf der Hand, dass dies auch zu einer wachsenden Konkurrenz an zwischen den verschiedenen Landnutzungsformen führen muss. Durch das Bundeswaldgesetz wird sichergestellt, dass der Bestand unserer Wälder erhalten bleibt. Erfreulich ist, dass die Waldfläche zwischen den Jahren 2002 und 2012 um 0,4 % (50.000 Hektar) leicht zugenommen hat.

Bei Betrachtung der Waldverteilung auf der Ebene der Bundesländer (abb. 2) fällt auf: Spitzenreiter und den waldreichsten Bundesländern sind Rheinland-Pfalz und Hessen, hier macht der Wald 42% des Landesfläche aus. Schlusslicht ist Schleswig-Holstein mit 11%. Die unterschiedliche, regionale Verteilung des Waldes ergibt sich daraus, dass Wälder vor allem dort zu finden sind, wo der Standort wegen der Bodenbeschaffenheit, der klimatischen Verhältnisse oder der Geländebedingungen für Siedlungsgründungen und Ackerbau wenig geeignet war.

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Abb. 2: Die Waldverteilung in Deutschland (Quelle: BMEL)

Doch wie setzt sich unser Wald, welcher rund 93 Mio. Bäume enthält, zusammen? Die Wälder sind sehr vielfältig und weisen mit 90 Baumarten eine hohes Artenreichtum auf. Fichten (26%) und Kiefern (23 %) sind die die wichtigsten Baumarten in Deutschland, gefolgt von Buche (16 %) und Eiche (10%) (BWI).

Trotz der insgesamt positiven Bilanz ist der Wald weiterhin schutzbedürftig. So ist es sehr erfreulich, dass 47% der Wälder ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete sind.Der Klimawandel stellt eine der bedeutendsten aktuellen Herausforderungen für den Wald und die Forstwirtschaft dar. Gleichzeitig hat der Wald eine außerordentliche Bedeutung für den Klimaschutz, denn er bindet Kohlendioxid und stellt damit eine natürliche Kohlenstoffsenke dar. Der deutsche Wald entlastet die Atmosphäre um circa 52 Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich. Für das Wachstum der Bäume ist das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). So können die Wälder national und global dazu beitragen, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu vermindern Zudem leistet er als Lieferant des nachwachsenden Rohstoffes Holz einen Beitrag zur Energiewende.

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