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Der älteste Baum der Welt

Er sieht unscheinbar aus und wirkt etwas verlassen auf der felsigen Hochebene in Schweden. Doch die Fichte „Alt Tjikko“ ist der vermutlich älteste Baum der Welt und ein wahrer Überlebenskünstler.

Ganze 9500 Jahre hat das Gewächs auf dem Buckel – oder wohl eher in der Krone. Damit handelt es sich um den vermutlich ältesten Baum der Welt.

Im Jahr 2004 wurde das einsame Gewächs von Leif Kullman, Professor für Physische Geografie an der Umea Universität, auf der Fulufjallet-Hochebene entdeckt. Kullmann hat viel für Flora und Fauna übrig und so taufte er den Baum „Alt Tjikko“, nach seinem sibirischen Husky. Das Alter des Baumes konnte mithilfe der Radiokarbonmethode vergleichsweise genau bestimmt werden.

Während der Eiszeit lag der Meeresspiegel etwa 120 Meter tiefer als heute und vieles von dem, was heute die Nordsee zwischen England und Norwegen ausmacht, war damals Wald. Der Wind und niedrige Temperaturen hatten dazu geführt, dass „Alt Tjikko“ wie ein Bonsai ist. Große Bäume können nicht so alt werden.
Dass „Alt Tjikko“ schon ein bisschen zerzaust aussieht ist sicher verständlich. Frost und Wind haben dem Baum-Methusalem starke Schäden zugefügt. Inzwischen konnte er sich aber wieder etwas regenerieren: Die alte Fichte profitiert von der globalen Erwärmung, die das raue Klima etwas abmildert.
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Heilsamer Wald – Grün beruhigt die Nerven!

Das Waldklima wirkt positiv auf den Organismus: Denn im Wald entwickelt sich ein ganz eigenes Klima: das Waldinnenklima. Gegenüber dem Klima in der freien Landschaft ist es im Wald kühler, das Kronendach schützt vor Sonneneinstrahlung, auch die Verdunstung der Bäume kühlt und sorgt für eine hohe Luftfeuchtigkeit. So verdunsten die Blätter einer großen Eiche pro Sommertag etwa 200 Liter Wasser. Außerdem bremsen die Bäume den Wind und filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft. Wälder sind nicht nur einer der wichtigsten Sauerstoffproduzenten der Erde. Neben Sauerstoff geben die Bäume auch ätherische Öle und Duftstoffe ab. Dabei handelt es sich um sogenannte Phytonzide, mit denen sie sich gegen Baumkrankheiten und Schaderreger schützen. Diese Pflanzenwirkstoffe wirken bei uns Menschen ausgleichend und gesundheitsfördernd; in der Naturheilkunde und auch im biologisch-dynamischen Landbau werden sie systematisch eingesetzt. Seit langem wird die gesundheitsfördernde Wirkung der sauberen Waldluft auch medizinisch genutzt, zum Beispiel für Kuren. Der Spaziergang im Wald kommt daher nicht aus der Mode.

In der Farbpsychologie steht das sommerliche Grün der Blätter für Harmonie; Grün gilt als Symbolfarbe des Lebens. Es soll die Nerven beruhigen, den Blutdruck regulieren, das Immunsystem stärken und dabei helfen, Stress und psychische Belastungen abzubauen.

Der Wald ist für alle da. Auch der private Waldbesitzer muss – bis auf wenige genehmigungspflichtige Ausnahmen – das Betreten seines Waldes zu Erholungszwecken dulden. Damit aber die Eigentümerinteressen gewahrt, der Wald erhalten bleibt und seine Bewohner nicht gestört werden, gibt es Regeln. Beim Waldbesuch gilt also zunächst: Lärm vermeiden, Hunde anleinen und bei Sport und Spiel auf den Wegen bleiben, um die Waldtiere nicht in Stress zu versetzen. Außerdem: kein Feuer machen. Auch wenn es noch so verlockend ist, im Sommer kann jeder Funke, jede Zigarettenkippe verheerende Brände auslösen. Respekt vor der Natur ist ebenso wichtig. Also keine Bäume oder andere Pflanzen zerstören und beschädigen. Als Spazierstock reicht ein bereits abgestorbener Ast vom Waldboden aus. Und: Müll mitnehmen. Eine Plastikflasche braucht mehrere hundert Jahre zum Verrotten und wird damit älter als die meisten Bäume des Waldes. Und kann, wie auch anderer Müll, zur Todesfalle für Tiere werden.

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Holzhärte unserer wichtigsten Holzarten

Wer Holz kauft, sollte sich auch über die Holzhärte im Klaren sein, denn je nach Anwendungsgebiet ist diese wichtig. Nun wissen wir Deutschen ja, dass unsere „deutsche Eiche“ ein hartes Holz ist. Unsere Vorfahren benutzten Eichenholz für den Bau der Fachwerkhäuser (wenn sie es denn bezahlen konnten, sonst nahm man Nadelholz), aber auch zum Anfertigen schwerer Truhen. Eichenmöbel sind auch heute noch begehrt, zumindest bei den Familien, die sich gerne gutsherrlich einrichten. Aber die Härte der Eiche wird von einigen tropischen Holzarten, aber auch von europäischen übertroffen – z.B. von der Robinie.

Der Holzfachhandel bietet, wenn es um massives Parkett geht, natürlich am liebsten Hartholz an. Auch wenn Hartholz nicht bedeutet, dass der Absatz eines bleistiftdünnen Damenschuhabsatzes nicht doch bleibende Eindrücke hinterlassen kann! Bei der Frage: Hartholz oder Weichholz, ist also der Anwendungszweck entscheidend. Die „Herrgottschnitzer“ von Oberammergau schnitzen auch in Eiche – aber mit weichem Lindenholz tut man sich natürlich viel leichter. Da mag die Linde in noch so vielen Volksliedern besungen worden sein – für Bau- und Ausbauzwecke taugt sie nicht.

Die Holzhärte wird, wie die Rohdichte des Holzes, vor allem von Zellaufbau und Wassergehalt bestimmt. So wird sie mit zunehmender Rohdichte größer und mit zunehmender Holzfeuchte geringer. Man muss kein Holztechniker sein um festzustellen, ob man es mit einem harten oder weichen Holz zu tun hat. Hinterläßt der Fingelnagel eine Ritzspur, wenn man mit ihm das Holz ritzt, dann hat man es mit weichem Holz zu tun.

Natürlich reicht der Fingelnagel nicht aus, um die Holzhärte zu bestimmen. Das wusste auch der schwedische Metallurg J. A. Brinell und so entwickelte er 1901 ein Prüfverfahren, das bis heute maßgeblich ist. Bei der Prüfung wird eine Stahlkugel mit einem bestimmten Durchmesser mit langsam steigender Belastung in das Holz gedrückt. Die Eindruckfläche wurde früher mit einem Fadenzähler („starke Lupe“) ausgemessen und nach einer bestimmten Formel berechnet. Und das Ergebnis wurde und wird in „HB“ ausgedrückt (Härte nach Brinell). Dass man heutzutage keinen Fadenzähler mehr braucht und auch keine Tabellen, ist logisch. Heute wird digital gemessen und der Härtegrad wird digital angezeigt.

Fichte, Lärche, Erle, Kiefer oder Kastanie sind weiche Hölzer. Aber man muss schon genau aufpassen: Die Holzart „Seekiefer rouge“ ist so hart wie die Eiche. Der europäische Ahorn ist ein mittelhartes Holz, der kanadische hingegen ein Hartholz. Zu den mittelharten Hölzern zählen noch die Birke und die Gebirgslärche, während die Lärche selbst zu den weichen Holzarten zählt. Harte Hölzer sind Eiche, Buche, Esche, Birnbaum, Kirschbaum, Nußbaum und sehr harte Holzarten sind z.B. Robinie (Akazie), Doussie, Merbau, Wenge oder Sucupira.

Holz

Die Funktionen des Waldes

Der Wald übt auf die ihn umgebene Landschaft, den Menschen, den Boden, Wasser und Luft, sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt eine bedeutende Wirkung aus.

Nutzfunktion

Holz ist ein vielseitiger Rohstoff, der ständig nachwächst und umweltfreundlich erzeugt wird. In Deutschland werden jedes Jahr ca. 57 Mio. Festmeter (Kubikmeter) nachhaltig erzeugt. Die jährliche Einschlagsmenge beträgt ca. 40 Mio. fm Holz – wobei der jährliche Holzbedarf der Wirtschaft bei 91 Mio. fm (1 fm = 1qm3) liegt. Neben dem Holz bietet der Wald aber noch andere Erträge. Dazu gehören Beeren, Pilze, Kräuter und Wildfleisch, die aber wirtschaftlich nicht besonders ins Gewicht fallen.

Schutzfunktionen

Je nach Standort (Gebirge, Flüsse etc.) übernehmen Wälder Schutzfunktionen, die nicht nur für den Menschen sondern auch für Flora und Fauna von größter Bedeutung sind.

Wald verhindert den Bodenabtrag durch Wasser und Wind. Die starke Durchwurzelung des Waldbodens verhindert in Hanglagen Steinschlag und Bodenrutschungen. Die Gefahr des Bodenabtrags durch Wasser ist abhängig von der Geländeneigung, von der Bodenart und der Niederschlagsmenge. Alle Wälder in Steillagen erfüllen daher Bodenschutzfunktionen.

Der Lawinenschutzwald ist eine besondere Form des Bodenschutzwaldes. Er kann die Entstehung von Lawinen verhindern oder kleinere Lawinen bremsen.

Wald leistet einen erheblichen Beitrag zum Wasserhaushalt. Der Waldboden speichert große Mengen von Wasser und verhindert dadurch den Oberflächenabfluss. Ist seine Speicherfähigkeit erschöpft, so fließt das Wasser, durch den Boden gefiltert, ab und erhöht das erfassbare Grundwasserangebot.
Ein Quadratmeter Waldboden speichert bis zu 200 Liter Wasser. Schmelz- und Regenwasser versickern langsam und werden durch die gute Filterleistung des Bodens zu sauberem Grundwasser, das zum Trinken meist nicht mehr aufbereitet werden muss. Das Wurzelgeflecht der Bäume hält den wertvollen Boden fest und leistet vor allem in Hanglagen einen wichtigen Beitrag zum Erosionsschutz.

Der Wald gleicht tägliche und jährliche Temperaturschwankungen aus, erhöht die Luftfeuchtigkeit und steigert die Taubildung. Da das Waldklima durch die geringere Sonneneinstrahlung und die höhere Luftfeuchte geprägt ist, sind die Lufttemperaturen im Sommer dort meistens niedriger als im Freien. Es können Unterschiede von 3° bis 6°C gegenüber dem Freiland und 4° bis 8°C gegenüber von Städten eintreten. Große zusammenhängende Waldflächen in der Nähe von Städten können das Klima positiv beeinflussen. Die Temperaturunterschiede zwischen Wald und Stadt bewirken einen ständigen Luftaustausch. Dadurch gelangt reine und qualitativ bessere Luft in die Siedlungsgebiete.

Der Wald filtert Stäube, Gase und radioaktive Stoffe aus der Luft. Die Filterwirkung von Wäldern ist insbesondere abhängig von der Blattoberfläche. So kann 1 Hektar (100 x 100 m) Fichtenwald 420 kg Schmutzpartikel ausfiltern; ein im Winter kahler Buchenwald gleicher Größe jedoch nur 240 kg Schmutzpartikel. Gase können hauptsächlich dann aufgenommen werden, wenn die Baumkronen feucht sind und sich die Gase im Regenwasser lösen können (Saurer Regen). Pro Hektar filtern unsere Wälder jährlich bis zu 50 Tonnen Ruß und Staub aus der Atmosphäre.

Sauerstoff

Bäume produzieren als “Abfallstoff” bei der Photosynthese Sauerstoff. Ein Teil des Sauerstoffs wird allerdings nachts bei der Atmung vom Baum wieder verbraucht.

Erholungsfunktion

Der Wald wird von den Erholungssuchenden am stärksten als ursprüngliche Natur empfunden. Er bietet den Besuchern Ruhe, Entspannung und ein günstiges Erholungsklima. Aber auch für sportliche Aktivitäten wird der Wald in verstärkten Maße aufgesucht.

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Bundesländer wollen Benzin- und Dieselautos verbieten

Die Bundesländer wollen ab 2030 keine Benzin- und Dieselautos mehr neu zulassen. Das geht aus einem Beschluss hervor, den der Bundesrat in seiner jüngsten Sitzung gefasst hat. Damit befürworten sowohl SPD- als auch unionsregierte Länder ein entsprechendes Verbot.

In dem Beschluss wird die EU-Kommission aufgefordert, „die bisherigen Steuer- und Abgabenpraktiken der Mitgliedstaaten auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Förderung emissionsfreier Mobilität auszuwerten…, damit spätestens ab dem Jahr 2030 unionsweit nur noch emissionsfreie Pkw zugelassen werden.“

Die Grünen begrüßen die Entscheidung, wundern sich allerdings auch. „Wenn wir das Pariser Klimaabkommen ernst nehmen, dürfen nach 2030 keine Verbrennungsmotoren mehr neu auf die Straße“, sagt Oliver Krischer, Fraktionsvize im Bundestag. „Das hat der Bundesrat parteiübergreifend so beschlossen, und es ist richtig. “

Um das Klimaabkommen zu erfüllen, sollen die deutschen CO2-Emissionen bis 2050 um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Eine Maßnahme ist dabei die Förderung der Elektromobilität – allerdings bislang mit bescheidenem Erfolg. Auch eine Kaufprämie hat noch nicht den gewünschten Anschub gebracht.

 

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Der Wald im Herbst – Laubverfärbung und Blattabfall

Laubabwurf
Als sommergrüne Laubbaumarten, sind unsere Bäume nicht in der Lage, ihre Blätter über den Winter weiter zu nutzen. Sie haben keine Mechanismen entwickelt, um der Kälte etwas entgegenzusetzen – außer dem Laubabwurf. Ein sommergrüner Baum erfriert oder vertrocknet, wenn seine Blätter nicht abfallen. Denn über die Blätter verdunstet der Baum Wasser. Wenn aber der Boden gefroren ist und der Baum kein Wasser nachschießen kann, vertrocknet bzw. verdurstet er. Deshalb entwickelt die Pflanze Phytohormone und sendet diese zu den Blattstielen. Dort bewirken die Phytohormone, dass sich ein Trenngewebe bildet. Dieses Trenngewebe verkorkt und die Blätter fallen ab. Manche Bäume behalten ihre vertrockneten Blätter bis in den Frühling hinein. Dazu gehören neben der Hainbuche auch unsere beiden Eichenarten. Bei diesen Bäumen bildet sich kein Trenngewebe sondern sog. Thyllen. Thyllen sind einwuchernde Parenchymzellen, die die Nährstoffbahnen der Pflanze verstopfen. Deshalb können die Phytohormone nicht mehr zu den Blattstielen vordringen. Es bildet sich keine Trennwand. Die Blätter werden meist erst mit den ersten Frühjahrsstürmen vom Baum gefegt.

Laubverfärbung
Wenn unsere Laubbaumarten ihre Blätter abwerfen, entziehen sie den Blättern so viele Nährstoffe wie möglich. Sie werden im Stamm und der Wurzel eingelagert. Der Farbstoff, der für das Grün der Blätter verantwortlich ist, ist das sog. Chlorophyll. Es enthält sehr viel Stickstoff, das zu den wichtigsten Nährelementen der Pflanze gehört. Im Herbst beginnt der Baum das Chlorophyll abzubauen und andere Farben kommen zum Vorschein – die gelblichen und rötlichen Carotine. Je nach Konzentration der Farbstoffe sehen die Blätter mehr gelb oder braun aus. Unsere Waldbäume verfärben sich – entgegensetzt der häufigen Meinung – nicht rot. Dies machen nur einige Straucharten. Häufig ist die Färbung eine Mischung aus gelb und braun.

Warum verlieren die Nadelbäume im Herbst nicht ihre Nadeln?
Die Blätter der Nadelbäume verfügen über eine dicke Wachsschicht und eine sehr feste Haut, die die Verdunstung hemmt. Außerdem sind die so genannten Spaltöffnungen, über die der Baum Wasser verdunstet, im Blatt versenkt, so dass auch hier die Verdunstung gebremst wird. Hinzu kommt die kleine Oberfläche der Nadeln, wodurch sich die Verdunstung ebenfalls verringert. Der einzige Nadelbaum, der seine Nadeln zum Winter abwirft, ist die Lärche. Sie wächst auch in sehr kalten Regionen, so dass die genannten Mechanismen nicht mehr wirken. Damit sie kein Wasser verdunstet, wirf sie ihre Nadeln ab.

 

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Wie hoch können Bäume werden?

Bäume sind faszinierend. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben. Dabei ist das Aussehen der Bäume oft eine Anpassung an ihre Umgebung. Kleine, gedrungene wird man wohl häufig an extremen Standorten finden. An Berghängen zum Beispiel, wo sie Wind und Wetter trotzden müssen. Die riesigen Bäume der Tropen nehmen nicht umsonst die Mühen des Höhenwachstums auf sich und die pure Freude am Wachsen ist es wohl auch nicht. Es ist der Kampf ums Sonnenlicht in einer so dichten Vegetation, die sie antreibt.

Wer am weitesten nach oben kommt, wird am meisten Licht abbekommen und somit überleben. Aber wie hoch können Bäume eigentlich werden? Und warum? Die Antwort: Wissenschaftler haben rausgefunden, dass Bäume maximal eine Höhe von 122 bis 130 Metern erreichen können.

Mit einer Höhe von 132,58 Metern hält ein im 19. Jahrhundert gemessener Rieseneukalyptus in Australien den historischen Rekord. Ausschlaggebend für die maximale Baumhöhe ist das Wassertransport-System im Baumstamm. Im Stamm befinden sich viele winzig kleine Röhrchen. Durch diese so genannten Kapillaren kann das Wasser im Stamm aufsteigen und so auch die letzten Blätter in der Baumkrone mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Das Saugspannungs-System funktioniert aber nur bis zu einer maximalen Höhe.

Der Transpirationssog: Bäume versorgen sich mit Wasser, indem sie es über die Wurzeln aus dem Boden aufnehmen und durch ein Leitungssystem (Xylem) nach oben transportieren – in jeden Ast und jedes Blatt. Der Transport erfolgt allerdings nicht aktiv. Das Wasser verdunstet an der Blattoberfläche (der Baum transpiriert) und zieht so konstant neues Wasser nach sich.
Diesem Transpirationssog sind allerdings Grenzen gesetzt. Und zwar durch die Reibung, die das Wasser im Leitungssystem verursacht und durch die Schwerkraft. Beide Faktoren wirken an der Baumspitze am stärksten und limitierend auf das Wachstum. Würde der Baum noch höher werden, würde die geschlossene Wassersäule durch Bläschenbildung unterbrochen.

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Klimaschützer Wald

Der Wald steht in enger Wechselwirkung mit dem Klima, lokal und global. Er trägt maßgeblich zur Sauerstofferzeugung und Kohlenstoffspeicherung bei und spielt eine zentrale Rolle im Wasserkreislauf. Lokal übt der Wald einen ausgleichenden Einfluss auf das Umgebungsklima aus und befreit die Luft von Verunreinigungen. Der Wald ist daher der größte Klimaschützer in unserem Land. Dabei greifen verschiedene Aspekte ineinander:

Der Wald ist ein wichtiger Speicher für Kohlenstoff. Kohlendioxyd (CO2) ist ein Treibhausgas von maßgeblicher Bedeutung für das Klima. Es wird in großen Mengen bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe (z. B. Kohle und Erdöl) sowie bei der Rodung von Wäldern oder bei der Trockenlegung von Mooren freigesetzt. Intakte Wälder können große Mengen CO2 speichern: Die Bäume nehmen das CO2 aus der Luft auf, wandeln es bei der Photosynthese in Stärke um und bauen daraus ihre Pflanzenmasse auf.

Wälder sind natürliche Klimaanlagen. Neben ihrer Rolle als Kohlenstoffspeicher erfüllen die Wälder daher auch eine wichtige Funktion für das Lokalklima. Das Klima in einem Wald ist anders als auf einer Freifläche oder in einer Stadt. Generell wirkt der Wald ausgleichend und günstig auf das Klima, auch in seiner Umgebung.

Die Wechselwirkung zwischen Wald und Klima ist keine Einbahnstraße: Der Wald prägt das Klima, wird gleichzeitig aber auch selbst in Erscheinungsbild, Artenzusammensetzung und Leistungsfähigkeit maßgeblich durch Klimafaktoren geprägt.

Ist der Wald fit für die Klimaveänderung?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Fest steht: Mit dem Klima ändern sich die Wuchsbedingungen für die Wälder. Wald und Kli-ma sind untrennbar miteinander verbunden und stehen in enger Wechselwirkung. Verändert sich ein Klimaparameter, so verändern sich damit die Wuchsbedingungen für den Wald sowie die Konkurrenzbedingungen zwischen den Baumarten. Dabei hängt es von den spezifischen Bedürfnissen einer Baumart ab, ob und wie sehr sie von einer Veränderung profitiert oder darunter leidet. Aber auch die Ausgangssituation spielt dabei eine Rolle und die Frage, wie zum Beispiel Schaderreger auf die Klimaänderung reagieren.

Eine seriöse Prognose ist kaum möglich, denn zu viele Fragen sind offen. Vorhersagen darüber, wie die Klimaänderung sich auf die Wuchskraft, Vitalität und Leistungsfähigkeit unserer Wälder auswirken wird, sind daher außerordentlich schwierig.

(C)Thomas Gretler gretler@freenet.de

Nachhaltigkeit – Was kann jede/r Einzelne tun?

Nachhaltigkeit

Papiere mit dem FSC-Garantiezeichen sind dabei, sich international als Standard zu etablieren. Neben den Recyclingpapieren leisten sie dank der strengen Kontrolle sozialer und ökologischer Kriterien bei der Waldbewirtschaftung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Wälder – weltweit!

Beim Gebrauch und beim Kauf von Papier folgende Punkte bedacht werden:

  1. Angesichts des großen Papierverbrauchs in Deutschland ist das Einsparen von Papier ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Privat und im Beruf. Einfache Beiträge können sein, das Papier in Druckern auf Vorder- und Rückseite zu benutzen – muss überhaupt immer alles ausgedruckt werden? Weiter kann auch ein Vermerk am Briefkasten die Werbeflut eindämmen und damit die Produktion solcher Produkte bremsen.
  2. Prüfen Sie, ob es möglich ist, Recyclingpapier einzusetzen. Es gibt vielfältige und hochwertige Recyclingpapiere, die ohne Probleme mit modernen Druckern zurecht kommen. Oft sind diese Papiere heute nicht mehr von Frischfaserpapieren zu unterscheiden. Der Blaue Engel („100 Prozent Recyclingpapier“) bietet eine gute Orientierungshilfe.
  3. Insbesondere bei kurzlebigen Produkten wie Taschentücher oder Toilettenpapier sollte Recyclingpapier immer der Vorzug gegeben werden, da sie nicht recycelt werden können. Auch Schulhefte, Briefumschläge und Kopierpapier gibt es heute aus Recyclingpapier in hoher Qualität. Nur wenn diese nicht verfügbar ist, sollte man auf Frischfaserprodukte zurückgreifen.
  4. Beim Kauf von Papierprodukten aus Frischfaserpapier sollte unbedingt auf das Zeichen des FSC-Garantiesiegels geachtet werden, um Raubbau und Urwaldzerstörung ausschließen zu können. Viele Kopierpapiere sowie Bogen- und Rollenpapiere für professionelle Anwendungen sind heute verfügbar. Es gibt einen erkennbaren Trend hin zur Nutzung von FSC-Papierprodukten. Wichtig: Andere Zertifikate für Frischfaserprodukte genügen nicht den Anforderungen des WWF und können derzeit nicht als „gleichwertig“ bezeichnet werden.
  5. Dokumente, die nicht unbedingt ausgedruckt werden müssen, als .wwf verschicken – einer pdf-Datei, das sich nicht drucken lässt. Mehr dazu hier: http://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/holz-und-papier/das-wwf-dateiformat/
  6. Für Produzenten: Bei der Herstellung der Papiere sollte auf eine umweltschonende Produktion geachtet werden. So gilt nach wie vor TCF (total Chlorfrei) bei der Bleiche als der beste und anzustrebende Standard.

 

Earth Overshoot Day

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,,Welterschöpfungstag“, so wird der gestrige Tag auch genannt. Er gilt als der Tag, an dem die Menschheit die natürlichen Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht hat.

Das Erschreckende: So früh wie in diese Jahr war der ’’Earth Overshoot Day’’ noch nie, denn letzes Jahr war er noch fünf Tage entfernt und 2014 sogar erst in 12 Tagen. Zwar reden wir von einer kurzen Zeitspanne, jedoch machen sich Klimawandel und Ressourcenverbrauch somit immer deutlicher bemerkbar! Im Verlauf der letzten drei Jahrzehnte ist er vom Winter über den Herbst bis nun Anfang August vorgewandert.

 

Der Mensch fällt Bäume, er fängt Fische und er stößt CO2 in die Atmosphäre aus. Eigentlich kein Problem, denn die Erde kann das verkraften: Bäume wachsen nach, Fischbestände erholen sich und CO2 wird von den Wäldern gespeichert. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die natürlichen Ressourcen der Erde erschöpft sind: Ab dann werden mehr Bäume gefällt, als nach wachsen, mehr Fische gefangen als für die Bestände verkraftbar und mehr CO2 produziert, als von den Wäldern absorbiert werden kann. Die Ressourcen schmelzen also dahin. Wie bei einem Bankkonto, das ins Minus rutscht, weil stets mehr abgehoben wird als draufgezahlt.

 

Ab heute machen wir Schulden – ökologisch gesehen

 

Und genau dieser Punkt ist in diesem Jahr mit dem 8. August erreicht, hat das „Global Footprint Network“ ausgerechnet. Die Organisation hat verschiedene Methoden entwickelt, um den menschlichen Ressourcenverbauch zu beziffern. Natürlich ist die genaue Festlegung auf einen bestimmten Tag eine gewagte Aussage – und ein ziemlich theoretisches Konstrukt. Aber es ist eine plakative Methode, die auf eine unbestreitbares Problem hinweist: Wollte die Menschheit nämlich so weiterleben wie heute, dann bräuchte sie mehr als nur diese eine Erde, nämlich aktuell drei.

 

Das Nachhaltigkeitsprojekt ,,baumgeben’’ wirkt neben zahlreichen anderen Konzepten dem ’’Earth Overshoot Day’’ entgegen. Landal GreenParks pflanzt mit jeder Urlaubsbuchung einen Baum, sofern sich der Gast auf baumgeben.de dafür registriert.