moos

Wer sich bei den Moosen richtig gut auskennen möchte, der hat eine Menge Arbeit vor sich. Biologen gehen davon aus, dass weltweit mehr als 15.000 verschiedene Moosarten existieren. Dabei haben die unterschiedlichen Moosarten auch ganz unterschiedliche Bedürfnisse: Während Wasser- und Sumpfmoose sehr viel Feuchtigkeit brauchen, gibt es andere Arten, die gegen Austrocknung geradezu resistent sind. Das sind vor allem solche Moose, die sonnenbeschienene Felsen bewohnen. Sie können mehrere trockene Jahre überstehen und erwachen wieder zum Leben sobald es genügend regnet.

Was Moose zum Leben brauchen: Schatten und Regenwasser

Im Wald findet man Moose so gut wie überall: auf dem Waldboden, auf Steinen und auf Bäumen. Hier im Wald gibt es schließlich all das, was die meisten Moose zum Wachsen brauchen: Schatten und Feuchtigkeit. Was ihren Nährstoffbedarf betrifft, sind Moose schon mit ganz wenig zufrieden. Ihnen genügen die Nährstoffe, die im Regenwasser enthalten sind. Gleichzeitig sind manche Moose wahre Überlebenskünstler, wenn es um das Durchstehen von extrem hohen oder extrem niedrigen Temperaturen geht. Manche Moose überleben sogar Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Andere Moosarten können Temperaturen um die 100 Grad Celsius überleben.

Der Wald und das Moos: Warum es ohne Moos nicht geht

Obwohl die Moosschicht unserer Wälder nur wenige Zentimeter hoch ist, spielt sie eine entscheidende Rolle für das „Ökosystem Wald“. Moose sind der Lebensraum unzähliger Kleinstlebewesen. Dazu gehören viele verschiedene Insekten, Spinnen und Reptilien. Auch Schnecken, Regenwürmer und Asseln fühlen sich in der Moos- und Bodenschicht wohl. Sie zersetzen den organischen Abfall und sorgen dafür, dass aus dem vielen Laub und anderen abgestorbenen Baum- und Pflanzenresten wertvoller Humus entsteht. Ohne diese Moos-Lebewesen wüsste der Wald schon bald nicht mehr wohin mit seinem „Biomüll“. Aber nicht nur für Insekten hat das Moos eine große Bedeutung. Es wird auch von Mäusen und Igeln sehr geschätzt. Es dient ihnen als Nahrungsquelle und Unterschlupf.

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