Anfang September wurde der „Waldbericht der Bundesregierung 2017“ veröffentlicht.
Dieser gibt einen Überblick über die Situation der deutschen Wälder und die Lage der nationalen Forst- und Holzwirtschaft. Zudem beschreibt der Bericht die waldpolitischen Aktivitäten der Bundesregierung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Urwaldgebiet Mittelsteighütte, Bergmischwald, Gemeine Fichte (Picea abies), Rotbuche (Fagus sylvatica)
Urwaldgebiet Mittelsteighütte, Bergmischwald, Gemeine Fichte (Picea abies), Rotbuche (Fagus sylvatica)

Im Mittelpunkt des Berichtetes stehen die heterogenen gesellschaftlichen, teilweise konkurrierenden Ansprüche an die Waldökosysteme. Eine aktuelle Herausforderung ist der Interessensausgleich zwischen diesen verschiedenen Anforderungen der Holzwirtschaft, des Klima- und Naturschutzes und der Erholung.

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Bundesforstminister Christian Schmidt zieht insgesamt eine positive Bilanz:

„Mit einem Anteil von 32 Prozent prägt der Wald das Bild unseres Landes. Der Wald in Deutschland ist in einem guten Zustand. Er erfüllt vielfältige Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen. Die Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland ist nachhaltig und weltweit vorbildlich. Zwei Drittel unserer Bevölkerung nutzen den Wald für Freizeit und Erholung. Gleichzeitig hat sich die ökologische Wertigkeit unserer Wälder in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert.“

Laut Schmidt ist eine „nachhaltige Waldbewirtschaftung heute unverzichtbar“, denn der Rohstoff Holz weist nicht nur eine erstklassige Ökobilanz auf, sondern der Wald ist gleichzeitig auch ein wichtiger Klimaschützer mit hohem Klimaschutzpotenzial. So reduziert der deutsche Wald rund 14 % unserer CO2-Emissionen jährlich. Daneben bietet das Ökosystem Wald Lebensräume für viele, zum Teil seltener, Pflanzen- und Tierarten und trägt somit auch zum Erhalt und Ausbau der Biodiversität bei.
Darüber hinaus ist die deutsche Forstwirtschaft mit 1,1 Millionen Arbeitsplätzen ein hoher Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber. Besonders in den ländlichen Räumen werden dadurch sowohl die Wertschöpfung als auch die Wirtschaftskraft gestärkt!

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